DAS GEHEIMNIS JENSEITS DER MATERIE
Einführung
Die kleine Welt im Schädel
Die erste Filmvorführung der Weltgeschichte ist ein interessantes Beispiel dafür: 1985 projizierten die beiden Erfinder Auguste und Louis Lumière den kurzen Film eines in einen Bahnhof einfahrenden Zuges auf eine Leinwand. Obwohl der Zug nur zweidimensional in flickerndem Schwarz-Weiss zu sehen war, floh der grösste Teil des Publikums in Panik aus dem Saal, weil es überzeugt war, der Zug werde es überfahren.
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Doch wie verhält es sich mit den Bildern, die wir "die reale Welt" nennen? Könnten diese ähnlich sein wie Hologramme, die uns durch ihre technische Qualität täuschen? Um die Antwort auf diese Fragen zu finden, müssen wir zu allererst rekapitulieren, was wir über das Sehvermögen und den visuellen Prozess im allgemeinen wissen.
Röntgenstrahlen sind eine Strahlungsart, die kurzwellig ist und ein hohes Energieniveau besitzt. Um sie nutzen zu können, werden Röntgengeräte hergestellt. Durch Ablenkung der Röntgenstrahlen erhält man ein Abbild des Lichts, das vom Körper oder Gegenstand rückgestrahlt wird. Am Beispiel des menschlichen Körpers sieht man, dass die weichen Gewebeteile von den Röntgenstrahlen leichter durchdrungen werden als die Knochen. Da die Bereiche auf dem Film wiedergegeben werden, die das Licht absorbieren, erhält man ein Abbild des Knochenaufbaus. Nur so kann die Röntgenstrahlung für das menschliche Auge sichtbar gemacht werden. Die Wellen können durch keinen unserer Sinne wahrgenommen werden, doch die Radiogeräte in unseren Wohnungen transformieren diese Wellen in Klänge, die unsere Ohren wahrnehmen können. Das prasselnde Geräusch, das in Bereichen, in denen kein Radiosender aktiv ist, zu hören ist, ist der Klang der kosmischen Hintergrundstrahlung – Energie, die vom Urknall übrig geblieben ist, der Explosion, durch die das Universum erschaffen wurde.
Der Begriff "Klänge" bezieht sich hier auf die Wahrnehmung in unserem Gehirn, nachdem unsere Radiogeräte die Wellen in Luftschwingungen umgewandelt haben, die unsere Ohren hören können.
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Eine Gasflamme sendet Infrarotstrahlen und Licht aus. |
Die Frequenz einer weiteren Strahlung liegt zwischen der der Ultraviolett- und der Infrarotstrahlen. Wenn Photonen dieser Strahlung auf die Netzhaut unserer Augen treffen, verwandeln dort befindliche Zellen sie in elektrische Signale. Dadurch nehmen wir diese Photonen als Licht war. Würden die Zellen unserer Augen Photonen als Wärme wahrnehmen, dann würde das, was wir als Licht, Farbe und Dunkelheit bezeichnen, nicht existieren. Würden wir auf ein Objekt schauen, würden wir es lediglich als mehr oder weniger "warm" oder "kalt" wahrnehmen.
Tatsächlich haben unsere Augen keine Fähigkeit zu "sehen". Die Augen sind lediglich vermittelnde Organe, deren Netzhaut die auf sie auftreffenden Photonen in elektrische Signale umwandelt. |
Wenn wir dieses System untersuchen, gelangen wir zu einem hochinteressanten Schluss: Unsere Augen haben tatsächlich überhaupt keine Fähigkeit, zu "sehen". Das Auge ist lediglich ein vermittelndes Organ, dass Photonen in elektrische Signale verwandelt. Es hat keine Fähigkeit zu verstehen und zu interpretieren. Es ist nicht das Auge, das auf die helle, uns umgebende Welt blickt. Keine Empfindung von Licht oder Farbe wird im Auge gebildet.
Um dies besser zu verstehen, lassen Sie uns die technische Definition des Sehens ein wenig genauer untersuchen.
Wir geben Photonen, die auf unterschiedlichen Frequenzen schwingen, den Namen einer Farbe. Entsprechend der Schwingungsintensität der Photonen bezeichnen wir die sichtbaren Effekte, die sie erzeugen, als rot, blau oder gelb. Wenn alle Frequenzen zusammen kombiniert werden, ist das Ergebnis weiss. Schnee erscheint weiss, weil er alle Frequenzen des Sonnenlichts reflektiert. Blätter sind grün, weil sie nur solche Photonen reflektieren, deren Frequenz die Wahrnehmung von grün ergibt, alle anderen jedoch absorbieren. Glas ist transparent wie die Luft, weil Photonen beide passieren können und kaum auf Hindernisse wie Wolken oder Fliegendreck treffen. Ein schwarzes Tuch reflektiert keine Farbe, weil es praktisch alle Photonen, die auftreffen, absorbiert. Keine von ihm kommenden Photonen erreichen unsere Augen, und wir nehmen es daher nur als dunkle oder schwarze Form wahr. Ein Spiegel liefert ein Bild, weil er nahezu keine Photonen absorbiert, sondern sie zurückwirft. Sie folgen einem parallelen Kurs, wobei sie fast keiner Deformation unterliegen.
Kurz, die Konzepte von "Licht", "weiss", "grün" oder "transparent" beziehen sich auf Wahrnehmungen im Gehirn und sind rein subjektive Beschreibungen. Die Wahrheit ist, dass es in der Aussenwelt kein Licht und keine Farben gibt. Es gibt nur Arten von Strahlung, die wir in dieser Form wahrnehmen. Die Interpretation liegt allein bei uns. Selbst wenn die eintreffenden Photonen in elektrische Signale umgewandelt werden und das Sehzentrum im Auge dieselben Eigenschaften besitzt, können ein Fehler oder eine strukturelle Differenz, die im Auge auftreten können, dazu führen, dass dasselbe Objekt in ganz verschiedener Weise wahrgenommen wird. Darum nehmen Farbenblinde verschiedene Farben anders als normale Menschen wahr.
Kurz, die Photonenbewegungen, die wir als Licht oder Farbe interpretieren, sind nicht mehr als physikalische Phänomene, die in der tiefen Schwärze unseres Gehirns auftreten. Unsere Körper, einschliesslich unserer Augen und die gesamte materielle Welt, die wir als hell und dreidimensional ansehen und von der manche Menschen behaupten, sie sei absolute Realität, existieren nur in dieser Dunkelheit.
Wenn wir zum Beispiel fernsehen, können wir niemals tatsächlich den Bildschirm sehen. Alles, was uns erreicht, sind die von der Bildröhre kommenden Photonen. Diese sind kein Licht, sondern nur Wellenpartikeln. So "sehen" wir Objekte im Raum durch die Photonen, die sie reflektieren, ähnlich wie ein Tennisball der von einer Wand abprallt und auf uns zu fliegt. Mit anderen Worten, schon in diesem Stadium sind wir vom Fernsehbild selbst getrennt.
Jedes Bild erreicht unsere Gehirne in drei Stufen, ähnlich wie bei dem Kinderspiel "Stille Post". Der letzte Spieler kann nie sicher sein, ob die ihm zugeflüsterten Worte dieselben sind, die der erste Spieler geäussert hat. |
Wenn Nerven die elekrische Energie zum Sehzentrum unseres Gehirns transportieren, wechselt sie ihre Form erneut und wird zu dem, was wir als "Bilder" bezeichnen.
Dies ist das dritte Stadium. Ein einziger Schritt reicht aus, die Verbindung zwischen dem Fernsehbildschirm und uns zu unterbrechen, doch wir haben es tatsächlich mit dreien zu tun.
Es ist ähnlich wie bei dem Spiel "Stille Post", wenn drei Menschen in miteinander verbundenen Räumen sitzen. Sagte die erste Person tatsächlich den Satz, der Ihnen ins Ohr geflüstert wird, oder hat die zweite oder dritte Person ihn irgendwie verändert? Sie können nie sicher sein. Sie können nicht einmal sicher sein, dass der erste und zweite Spieler überhaupt existieren.
Wenn wir fernsehen, können wir nicht wissen, ob die Bilder, von denen wir glauben, es seien Live-Bilder von einem weit entfernten Ort, nicht in Wahrheit von einem zuvor aufgenommenen Videoband stammen, das aus dem benachbarten Zimmer übertragen wird. |
Die Bilder, die Sie jetzt auf dem Schrim sehen werden, stammen von Live-Kameras auf dem afrikanischen Kontinent. Die Bilder dieser Kameras werden live an Satelliten übermittelt und von dort zu einem Empfänger über diesem Raum, von wo aus sie in diesen Raum übertragen werden.
Ist diese Nachricht wahr oder nicht? Sie können nie sicher sein, denn jedes Stadium der Übertragung stammt möglicherweise von einer künstlichen Quelle. Die Kameras, die angeblich live aus Afrika senden, könnten in Wahrheit eine Videokassette zeigen, die schon Jahre früher aufgenommen worden sein kann. Möglicherweise sind es nur die Bilder dieses zuvor aufgenommenen Bandes, die Sie über Satellit erreichen. Vielleicht gibt es aber überhaupt keine Kameras und Satelliten, und Ihnen wird eine Videokassette aus dem benachbarten Raum gezeigt. Sie können nicht sicher sein, was Sie wahrgenommen haben, ohne dass Sie selbst nach Afrika reisen. Doch da Sie den Raum nicht verlassen können, ist es Ihnen unmöglich die originale afrikanische Szenerie zu sehen.
Trotz dieser Zweifel jedoch werden Ihre früheren Erfahrungen der Aussenwelt – plus der Erkenntnis, dass Sie den Raum später verlassen werden können – dazu führen, dass Sie sich die Meinung bilden, was Sie auf dem Bildschirm sehen, sei wahr, eine Realität, die irgendwo da draussen existiert. Doch was wäre, wenn Sie seit Ihrer Geburt in diesem Raum gelebt hätten? Was wäre, wenn Sie ihn niemals verlassen könnten? Was wäre, wenn Sie die Aussenwelt Ihr Leben lang nur auf dem Bildschirm sehen könnten? Wenn das der Fall wäre, dann hätten Sie keinerlei Beweis, dass es überhaupt ein Original von dem gibt, was Sie auf dem Fernsehbildschirm sehen. Tatsächlich kämen Ihnen bald Zweifel, ob es tatsächlich die Originale dessen gibt, was Sie auf Ihrem Bildschirm sehen.
Tatsachen wie diese auf dem Gebiet des Sehens gelten auch für das Hören, Tasten, Schmecken und Riechen. All diese Sinneseindrücke nehmen wir nur in geschlossenen Räumen unseres Gehirns wahr, den Zentren für das Hören, Tasten, Schmecken und Riechen. Nie können wir direkt mit den Originalen in der Aussenwelt in Kontakt treten. Was wir aus dem Radio hören, entsteht im Hörzentrum unseres Gehirns. Tatsächlich gibt es keine Geräusche da draussen, lediglich physikalische Luftbewegungen, die wir als Klangwellen bezeichnen. Nachdem sie verschiedene Prozesse im Innenohr durchlaufen haben, kommen diese physikalischen Bewegungen als elektrische Signale zu uns. Korrespondieren die elektrischen Signale, die wir als Klang wahrnehmen, mit irgendetwas da draussen, oder nicht? Wir können es nie wissen. Kehren wir zu dem Beispiel des geschlossenen Raumes zurück: Die uns gesendeten Töne der im afrikanischen Dschungel fauchenden Löwen könnten in Wahrheit künstlich in einem benachbarten Studio erzeugt worden sein.
Ein Faktor, der dieses Konzept schwer verständlich macht, ist der, dass die Menschen sich von ihrem eigenen Körper täuschen lassen. Die Arme und Beine, die sie sehen, wenn sie an sich herabblicken, und die Wahrnehmung von Berührungen mit der Haut lässt sie die Welt auf eine völlig falsche Art wahrnehmen. Aufgrund der Sinneseindrücke, die sie wahrnehmen, nehmen sie an, sie lebten tatsächlich in einer "Aussenwelt".
Tatsache ist jedoch, dass Ihr Körper, wie alle anderen Objekte eine Täuschung ist. Alle Informationen über die Existenz ihres Körpers – die visuellen Eindrücke von ihm und alle anderen Wahrnehmungen, die Ihr Gehirn erreichen, sind Wahrnehmungen der relevanten Zentren in ihrem Schädel.
Wir können es besser verstehen, wenn wir an Träume denken. Im Traum sehen Sie sich in vollständig imaginären Welten. Die Objekte und Menschen ihrer Umwelt sind nicht real. Der Boden, auf dem Sie gehen, der Himmel über Ihnen, die Häuser, Bäume, Autos und alles andere sind imaginär. Sie haben keine materiellen Originale. Sie befinden sich alle nur in Ihrem Gehirn und nirgendwo sonst.
Wenn wir träumen, dass wir fliegen können, so impliziert das nicht, dass wir wirklich fliegen können. Doch solange der Traum andauert, sind wir überzeugt, wir hätten diese Fähigkeit. |
Alle diese Körper, die sie im Traum besitzen sind lediglich Illusionen ihres Verstandes. Doch Sie verspüren sie, als befänden sie sich ausserhalb Ihres Gehirns.
Dieses Beispiel zeigt: Selbst wenn Sie ihre Körper auf das realistischste verspüren, so folgt daraus nicht, dass Sie einen solchen Körper in physischem Sinn besitzen. Auch ohne physischen Körper haben wir physische Wahrnehmungen, die jedoch ausschliesslich in unserem Verstand existieren.
Doch worin besteht dann der Unterschied zwischen Traum und wirklichem Leben? Zugegeben, Träume sind wenig zusammenhängend, weniger logisch konsistent und geordnet, als die Wahrnehmungen, die wir als wirkliches Leben bezeichnen. Technisch gesehen gibt es jedoch keinen Unterschied zwischen Traum und wirklichem Leben, denn beide entspringen der Stimulation der Sinneszentren im Gehirn.
Wenn wir von uns als eine geflügelte Kreatur träumen, glauben wir absolut daran. |
Träume sind wie alle mentalen Prozesse ein Produkt des Gehirns und seiner Aktivität. Ob ein Mensch wach ist oder schläft, das Gehirn gibt ständig elektrische Wellen ab. Wissenschaftler messen diese Wellen mit einem Gerät namens Elektroenzephalograph (EEG). Die meiste Zeit wärend des Schlafs sind die Wellen gross und langsam. Doch zu bestimmten Zeiten werden sie kleiner und schneller. Während der Perioden schneller Gehirnwellen bewegen sich die Augen, als ob der Schlafende eine Reihe von Ereignissen verfolgt. In diesem Schlafstadium, REM (Rapid Eye Movement) genannt entstehen die meisten Träume. Weckt man den Träumenden auf, so kann er wahrscheinlich Einzelheiten seines Traums berichten.
Während des REM Schlafes sind die Nervenbahnen, die normalerweise Impulse zu den Muskeln übermitteln, blockiert, so dass der Körper sich während des Traums nicht bewegen kann. Auch der zerebrale Kortex – der Teil des Gehirns, der für höhere mentale Funktionen zuständig ist – ist in der REM Phase wesentlich aktiver als in den Schlafphasen, in denen nicht geträumt wird. Der Kortex wird durch Neuronen (Nervenzellen) stimuliert, die Impulse vom Hirnstamm übertragen.1
Ein Traum ist demnach nicht mehr als die Gesamtheit aller Wahrnehmungen, die durch die Interpretation der Impulse entstehen, die die relevanten Teile des Hirns erreichen.
Beachten Sie, dass das, was wir als das reale Leben bezeichnen, auf genau dieselbe Weise erscheint. Elektrische Impulse erreichen die relevanten Teile unseres Gehirns. Dort werden sie interpretiert, worauf wir die Gesamtheit aller Wahrnehmungen als die reale Welt erfahren.
Dies führt zu einer entscheidenden Frage: Was ist die Quelle all dieser Wahrnehmungen? Gewohnheitsmässig glauben wir, sie stammten von den Objekten der "Aussenwelt". Doch tatsächlich ist diese Annahme unbegründet.
Um dieses Konzept besser zu verstehen, bleiben wir beim Träumen. Fragen Sie einen Träumenden: "Was ist die Quelle aller Wahrnehmungen die Sie erfahren?" Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der halb wache Mensch antworten: "Die Objekte der Aussenwelt. Meine Augen und Ohren nehmen sie wahr." Doch in diesem Beispiel gibt es weder eine Aussenwelt, noch einen physischen Körper, der etwas wahrnehmen könnte. Alles was träumende Menschen wahrnehmen können, besteht lediglich aus Signalen, die von den relevanten Zentren des Gehirns wahrgenommen werden.
Alles was wir sehen, hören, berühren, schmecken und riechen, besteht aus Signalen, die von den relevanten Hirnzentren wahrgenommen werden. Wie können wir also sicher sein, dass die Signale tatsächlich aus der Aussenwelt stammen?
Nehmen wir nach dem Aufwachen an, dass Orte und Ereignisse, von denen wir geträumt haben, tatsächlich mit materiellen Objekten oder mit Ereignissen an einem anderen Ort oder in einer anderen Dimension korrespondieren? Wenn wir davon träumen, auf dem Mars spazieren zu gehen, behaupten wir dann, dass unsere Füsse tatsächlich auf diesem Planeten herumgelaufen sind?
Wenn wir das nicht behaupten können, dann können wir auch nicht behaupten, dass die Welt, die wir im Moment wahrnehmen und die wir als das wirkliche Leben bezeichnen, mit irgendeiner physikalischen Realität korrespondiert. Wir können nicht sicher sein, dass irgendein Bild, ein Ton, eine Berührung, eine Geruch oder Geschmack, die wir erfahren, etwas mit der realität ausserhalb unserer Gehirne zu tun hat.
Jeder, der das Gegenteil behauptet, behauptet gleichzeitig, er sei der kleine Mann oben im Turm.
Warum ist das so? Das werden wir im nächsten Kapitel sehen.
Der kleine Mann oben im Turm
Gegen einen Stein zu treten, beweist nicht, dass der Stein tatsächlich existiert. Dieser Stein ist lediglich eine Wahrnehmung im Gehirn. Wir können dieselbe Wahrnehmung haben, wenn wir träumen, auch wenn der Stein im Traum nicht existiert. |
... Unsere Boten zu ihnen kommen, um sie mit sich zu nehmen, und sprechen: "Wo ist das, was ihr neben Gott anzurufen pflegtet?" Sie werden sprechen: "Sie sind uns entschwunden." Und so bezeugen sie gegen sich selbst, dass sie Ungläubige wären. (Quran, 7:37)
Alles, wovon wir glauben, es existiere ausserhalb unseres Gehirns, ist tatsächlich eine Wahrnehmung, die in unserem Gehirn entsteht. |
Wenn Sie glauben, Sie hätten einen Körper, dessen Äusseres Sie von aussen wahrnehmen können, dann müssen Sie akzeptieren, dass Sie ganz oben in einem gigantischen Turm als Gefangener leben; dass Sie Ihre Zelle niemals verlassen können, sondern nur den Bildschirm vor Ihnen beobachten können. |
In dem gefeierten Zeichentrickfilm "Voltran" wird ein gigantischer Roboter von einem Piloten dirigiert, der in einem Abteil des Roboterkopfes sitzt. |
Der falsche Glaube an den Turm
Wenn man behauptet, dass man die tatsächliche Größe einer weiten Schlucht sehen kann, dann muss das Sehspektrum im Gehirn viele Quadratmeilen groß sein. |
... Zu Gott geht euere Heimkehr allzumal, und dann wird Er euch verkünden, was ihr getan habt. (Quran, 5:105) |
Über Allahs Hilfe. Er steht bei, wem Er will. Und Er ist der Mächtige, der Barmherzige. 6. Allahs Versprechen! Allah bricht Seine Versprechen nicht; jedoch die meisten Menschen wissen nicht Bescheid. Sie kennen nur die Äußerlichkeiten des irdischen Lebens, aber des Jenseits sind sie achtlos. (Quran, 30:5-7)
Und Pharao sprach: "O Haman, baue mir einen Turm, damit ich den Zugang erreiche, den Zugang zum Himmel, und zu Moses Gott hinaufsteige; denn ich halte ihn wirklich für einen Lügner." Und so erschien Pharao sein übles Tun im besten Licht, und er kam vom rechten Weg ab. Pharaos List führte nur ins Verderben. (Quran, 40:36-37)
Und Gottes ist der Westen und der Osten. Daher: Wohin ihr euch auch wendet, dort ist Gottes Angesicht. Siehe, Gott ist allumfassend und allwissend. (Quran, 2:115)
Gottes Versprechen! Gott bricht Seine Versprechen nicht; jedoch die meisten Menschen wissen nicht Bescheid. Sie kennen nur die Äußerlichkeiten des irdischen Lebens, aber des Jenseits sind sie achtlos. (Quran, 30:6-7) |
Wir erschufen doch den Menschen und wissen was ihm sein Inneres zuflüstert. Und Wir sind ihm näher als (seine)Halsschlagader. (Quran, 50:16)
Denn Sein ist, was in den Himmeln und auf Erden ist. Alles gehorcht Ihm. (Quran, 30:26)
Jene, welche Gottes Botschaft ausrichten und Ihn fürchten und niemand fürchten außer Gott. Und niemand hält Abrechnung wie Gott. (Quran, 33:39)
Siehst du denn nicht, dass Gott euch (alles) dienstbar gemacht hat, was auf Erden ist, so wie die Schiffe, die das Meer auf Sein Geheiß durcheilen? Und Er hält den Himmel, damit er nicht auf die Erde fällt, außer mit Seiner Erlaubnis. Gott ist wahrlich gegen die Menschen mitfühlend und barmherzig. (Quran, 22:65)
O ihr, die ihr glaubt! Ihr seid nur für euch selbst verantwortlich. Wer irrt, kann euch nicht schaden, solange ihr rechtgeleitet seid. Zu Gott geht euere Heimkehr allzumal, und dann wird Er euch verkünden, was ihr getan habt. (Quran, 5:105)
Wer das Rechte tut, und gläubig ist, sei es Mann oder Frau, dem werden Wir ein gutes Leben geben. Und Wir werden ihn nach seinen besten Werken belohnen. (Quran, 16:97)
Schlussfolgerung
Denn Sein ist, was in den Himmeln und auf Erden ist. Alles gehorcht Ihm. (Quran, 30:26) |
ANHANG:
Wir haben niemals direkten Kontakt mit unserer Umwelt. Unserer sensorisches System abstrahiert von deren Informationen. Was die die Dinge noch mehr verkompliziert, ist, dass unsere sensorischen Systeme dieses Informationen nicht einmal in ihrem ursprünglichen Format belassen – alle sensorischen Informationen, Berührung,Temperatur, Geschmack, Sehen, Hören und Geruch werden in chemo-elektrische Signale des Gehirns umgewandelt. Es sind die Muster dieser Signale, die wir als Objekte unserer Umgebung bezeichnen.
Abteilung für Psychologie
South Dakota State University
… Ich selbst denke, dass wir Menschen Seelen sind, immaterielle denkende Wesen, mit unserem Körper kausal verbunden, so dass das, was wir erfahren, fühlen, denken etc. Vom physikalischen Zustand unseres Gehirns und des zentralen Nervensystems abhängt.
Doch dies ist ein kontroverser Gesichtspunkt. Viele denken, wir Menschen seien materielle Wesen, grosse Ansammlungen von Gewebe. Auf unsere Frage: "Wer ist es, der die Bilder dieser Botschaft im Gehirn sieht?" würden sie antworten "Natürlich wir selbst!" Sie, die grosse Gewebeansammlung, haben visuelle Erfahrungen, wenn bestimmte elektrische Muster in Ihrem Gehirn entstehen. Manche würden sagen, dass die visuellen Erfahrungen genau diese Muster sind. So gesehen entspricht die visuelle Wahrnehmung von grün einem bestimmten elektrischen Muster, das in Ihrem Gehirn entsteht – nicht mehr. Andere meinen, dass die visuellen Erfahrungen von den elektischen Mustern versursacht werden oder aus ihnen hervorgehen, auch wenn sie sich von ihnen unterscheiden. Ich selbst glaube nicht, dass unsere Gehirne etwas erfahren, glauben, hoffen, fühlen etc. Ich denke, dass "Ich" diese Dinge tue und das Ich nicht mein Gehirn bin. Ich bin eng verbunden mit meinem Gehirn; so eng verbunden, dass eine Verletzung meines Gehirns mich daran hindert, alle diese Dinge zu tun. Doch ich unterscheide mich von meinem Gehirn. Was ich bin? Wie ich die Dinge sehe, bin ich eine Seele.
Abteilung für Philosophie
Florida State University
Die Menschen mögen es nicht, wenn sie in ihrer Alltagsroutine gestört werden. Sie wollen Ordnung, sie wollen Herr der Situation sein, sie wollen, dass die Dinge so sind, wie sie sie gerne haben möchten. Sie können mit Unsicherheit nicht umgehen und sie fürchten keine Antworten zu finden. Sie halten an ihren materiellen Besitztümern und ihren sozialen Positionen fest. All das würden sie verlieren, gäbe es keine externe Realität. Und die Menschen haben Angst, allein zu sein, sich mit diesen Fragen allein auseinandersetzen zu müssen. Sie trauen ihrer eigenen Denkfähigkeit nicht und sie sind nicht frei. Und sie wissen nicht, wer sie wirklich sind, sie definieren sich durch Dinge, die ausserhalb ihrer selbst liegen.
Deshalb [vermeiden sie die Diskussion dieses Themas].
Abteilung für Philosophie
Universität von Hamburg
Ich selbst kann nicht glauben, dass es einen schlagenden Beweis für den Schluss gibt, dass unsere Aussenwelt unseren Erfahrungen von ihr entspricht, oder auch nur einen Beweis, dass es eine Aussenwelt gibt. Jeder Versuch eines solchen Beweises ist ein Zirkelschluss. Wİr brauchten unsere Sinne, um zu beweisen, dass diese zuverlässig sind.
Vorsitzender der Abteilung für Philosophie
Davidson College
Wir denken von uns selbst, wir bestünden aus Körper, Verstand und Emotionen. Doch unsere fundamentale Natur ist Geist. Das innere Licht und die Antwort auf die meisten unserer Fragen kommen von diesem Bewusstsein... das höchste Bewusstsein und die höchste Intelligenz... empfangen und senden Informationen aus unserem Innern und um uns herum. Unsere Seele ist wie ein Organ der Wahrnehmung für Geist/Gott, um die manifesten Aspekte des Geistes zu erfahren.
Autor von Stepping Out Within (Heraustreten nach Innen)
Es ist ein Problem, an dem Philosophen seit 3000 Jahren arbeiten… als falle ein grosser Baum im Wald, doch niemand ist da, es zu hören... ist dort überhaupt etwas zu hören?
Wir sind ganz sicher Gefangene unseres sensorischen Apparates und unseres Gehirns. Es sind intervenierende Systeme, die uns von der physikalischen Realität der Welt ausserhalb von uns selbst trennen... wie immer die auch in Wirklichkeit sein mag. Ausserdem wissen die meisten Menschen nicht, dass unsere Nervenbahnen, die die externen Impulse zu unserem Gehirn transportieren, Unterbrechungen – Synapsen – an verschiedenen Stellen aufweisen. An diesen synaptischen Schaltstellen wird weiterer Input aus verschiedenen Regionen unseres Hirns hinzugefügt... wodurch der von aussen kommende Input angereichert – oder reduziert wird. Das ist der Grund, warum derselbe Stimulus uns zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich erscheint... Die Welt sieht anders aus, je nach dem, wie wir uns fühlen. Deswegen unterliegt jeder, der glaubt, er erfahre die Welt exakt so, wie sie ist... einem Irrtum.
Abteilung für Anatomie
Abteilung für Psychiatrie
Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA)
... Das Bild in unserem Gehirn und unsere physikalische Umgebung sind unterschiedlich. Realität... existiert nur in unserem Gehirn. Wir haben keine Möglichkeit, Realität ohne unser Gehirn wahrzunehmen. Eine Blume ist rot, weil sie eine Wellenlänge absorbiert, die zu rot komplementär ist. Die reale Wellenlänge von rot, 671 Nanometer, können wir niemals sehen. Die Blume erscheint rot, weil uns gesagt wird, sie sei rot. Und wir verbinden diesen Eindruck mit Wärme (Feuer) oder Erregung (Signalrot)... So sind alle Wahrnehmungen, die unser Gehirn empfangen kann, eine Mischung aus physikalischen und chemischen Signalen, die uns als real erscheinen, in Wirklichkeit aber nicht real sind.
Direktor des Max-Planck-Instituts für experimentelle Medizin
Das Bild beruht natürlich nicht auf Licht. Ein Schlag auf den Kopf lässt Sie Sterne sehen, die eine reine Illusion sind.
Was Sie beschreiben, gilt für alle Empfindungen. Alles, was wir über Realität wissen, ist eine Repräsentation von Realität, die in unseren Gehirnzellen abgebildet wird. Manchmal nehmen wir auch etwas Falsches wahr, wie den "Phantomschmerz" nach einer Amputation...
Theoretisch ist es möglich, dass da draussen überhaupt nichts ist; dass das ganze Leben eine totale Illusion ist; oder dass wir, wie in dem Film "Matrix" reale Körper sind, die an ein Computerprogramm angeschlossen sind, das uns die Signale einer virtuellen Realität in unsere Gehirne liefert. Es gibt keine Möglichkeit, es genau zu wissen, wenn die Illusion gut genug ist.
Abteilung für menschliche Physiologie und Anatomie
La Trobe Universität, Australien
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